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Berlin - das Spree-Athen des Nordens
Berlin liegt in der Norddeutschen Tiefebene und ist im Stadtbild von vielen Flüssen, Kanälen und Seen geprägt. Die Spree, als bedeutendster Nebenfluss der Havel, fließt im Unterlauf durch Berlin und mündet in Berlin-Spandau in die Havel. Die Bedeutung der Spree für Berlin spiegelt sich auch im Beinamen „Spree-Athen“ wider.
Die Berliner Gewässer - sehr langsam, sehr überprägt und trotzdem sehr reich
Die Berlin-Brandenburger Gewässerlandschaft wird geprägt durch seenartige Erweiterungen von Spree, Dahme und Havel. So nehmen die
Spree-Dahme-Seen in Berlin eine Fläche von 20 km² ein. Die Ober- und Unterhavel dehnt sich mit ihren Ausbuchtungen sogar über 25
km² aus, bei mittleren Wassertiefen von unter 4,5 m und maximalen Tiefen von unter 10 m. Östlich von Berlin wird die Seenlandschaft
von den Rüdersdorfer Gewässern und den Dahmeseen geprägt. Südwestlich von Berlin sind die Potsdamer Havelseen prägend.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Kanälen, die als Wasserstraßen im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts künstlich angelegt wurden:
Landwehrkanal, Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal Charlottenburger Verbindungskanal, Teltowkanal, Neuköllner Schifffahrtskanal und Gosener Kanal.
Typisch für die Gewässer in Berlin sind geringe Gefälle und geringe Fließgeschwindigkeiten. Der mittlere Abfluss am Spreepegel
Sophienwerder beträgt im Sommerhalbjahr 17 m³/s und im Winterhalbjahr 34 m³/s (Datenreihe 1996-2005).
Von den für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie relevanten 250 km Fließgewässerlänge sind 110 km künstlich und 100 km infolge
gewässerstruktureller Veränderungen als erheblich verändert eingestuft worden.
Da in Berlin über 3,4 Mio. Menschen leben, ist die Absicherung der Trinkwasserversorgung eine sehr wichtige Aufgabe. Dabei ist
bemerkenswert, dass Berlin die benötigten Wasserreserven aus dem eigenen Stadtgebiet beziehen kann, was für eine Millionenstadt
innerhalb Europas ungewöhnlich ist.
Infos
Woher kommt der Name "Spree-Athen"?
Friedrich Wilhelm I.* 16.2.1620 - † 9.5.1688
Spree-Athen nannten einst die Berliner ihre Stadt. Im 17. Jahrhundert erhielten bedeutende Universitätsstädte, die an einem Fluss lagen, diesen Ehrennamen. Der Berliner Dichter Erdmann Winkler huldigte dem geistigen Vater der Museumsinsel, Friedrich Wilhelm I., mit den Worten "Die Fürsten wollen selbst in deine Schule geh'n, darum hast du auch gebaut für sie ein Spree-Athen".
Datenquellen:
Fachdaten: Daten der zuständigen Behörden in der Flussgebietsgemeinschaft Elbe im Internetportal WasserBLIcK, Stand Januar 2005
