Umsetzung der EG-WRRL

Umfangreiche Informationen zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie finden Sie hier.
Wesentliche Dokumente sind:

Alle Dokumente auf einen Blick finden Sie hier:
http://www.berlin.de/sen/umwelt/wasser/wrrl/de/download.shtml

Die Spree als Handlungsrahmen

Gewässerschutzmaßnahmen in Berlin

Die Spree im Raum Berlin ist stark anthropogen beeinflusst. Die Kanäle beiderseits der Spree sind künstlich angelegte Gewässer. Die kleineren Gewässer, Seen und die künstlich angelegten Kanäle beiderseits der Spree sind einem starken Nutzungsdruck ausgesetzt. Da die ausgedehnten Berliner Wasserflächen einen herausragenden Naturraum darstellen und Berlin sein gesamtes Trinkwasser aus den eigenen städtischen Grundwasserressourcen gewinnt, die in enger Verbindung zu den Oberflächengewässern stehen, ist der Schutz der Oberflächengewässer und des Grundwassers eine besondere umweltpolitische Schwerpunktaufgabe in Berlin. Natürlich gibt auch die WRRL mit ihren ehrgeizigen Zielen der Wasserwirtschaft neue Impulse.

In Berlin werden folgende Ziele verfolgt:

  • Minimierung diffuser Stoffeinträge aus dem Misch- und Regenkanalnetz
  • Reduzierung der Punktquellen
  • Schutz des Grundwassers vor Verunreinigung
  • Verbesserung der Gewässerstruktur und der ökologischen Umgebungsbedingungen
  • Ausgeglichener Wasserhaushalt

Welche Maßnahmen wurden und werden ergriffen?

  • Für Niederschlagswasser Bau von Regenbecken und Bodenfiltern, Entsiegelung von befestigten Flächen
  • Sanierungsmaßnahmen im Mischkanalsystem
  • Weiterentwicklung der Reinigungstechnologien in den Klärwerken
  • Oberflächenwasseraufbereitung (Phosphateliminierung) in technischen Anlagen in Tegel und Beelitzhof
  • Sauerstoffanreicherung

Um das hochgesteckte Ziel der WRRL - idealerweise den guten Gewässerzustand - zu erreichen, wird für die gesamte Flussgebietseinheit der Elbe bis Ende 2009 ein Bewirtschaftungsplan erarbeitet. Konkrete Maßnahmen an den Gewässern müssen erst festgelegt und in den Maßnahmenprogrammen zusammengefasst werden. Die Umsetzung der Maßnahmen wird in der Regel eine längerfristige Aufgabe und zum Teil mit erheblichen Investitionskosten verbunden sein.

Infos

Das Belüftungsschiff "Rudolf Kloos"

Belüftungsschiff
Belüftungsschiff auf dem Landwehrkanal

Unter bestimmten Witterungsbedingungen – hohe Temperaturen, Starkregenereignisse nach langer Trockenheit – kommt es in den innerstädtischen Gewässern zu Sauerstoffmangelsituationen, in deren Folge Massenfischsterben auftreten können. Bei kritischen Sauerstoffverhältnissen wird als Sofortmaßnahme künstlich Sauerstoff in die Gewässer eingetragen. Das Schiff nimmt am Bug Flusswasser auf, reichert es in sechs Rohrabsorbern mit Sauerstoff an und lässt das angereicherte Wasser über das Heck wieder in das Gewässer abfließen.