Moorschutz
Die Renaturierung von Mooren
Moore sind in Mecklenburg-Vorpommern bedeutende Landschaftsformen. 293.000 ha (12,7 % der Landesfläche) in MV sind von Mooren bedeckt. Davon sind 65 % landwirtschaftlich genutzt; 50.000 ha sind Moorwälder (10 % der Gesamtwaldfläche); 12 % der Moore sind ungenutzt („Ödland“). Seit Anfang der 1990er Jahre vollzieht sich eine Verminderung der landwirtschaftlichen Produktion auf Moorstandorten.
Ursachen
Mit der veränderten Erlös- und Kostenstruktur der an das Grünland gebundenen Produktion von Milch- und Fleischprodukten nahm der Tierbestand und dementsprechend der Bedarf an Grünland bis heute stark ab. Daneben stellen der Erhalt der künstlichen Vorflut und die Unterhaltung der dazu benötigten wasserwirtschaftlichen Anlagen (Gräben, Deiche, Schöpfwerke) einen nicht unerheblichen Kostenfaktor dar. Das Moorschutzprogramm Mecklenburg-Vorpommern ermöglicht den Landwirten einen betriebsverträglichen Rückzug aus überflutungsgefährdeten Flächen.
Konzept zur Bestandssicherung und zur Entwicklung der Moore
Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns stellt sich mit dem "Konzept zur Bestandssicherung und zur Entwicklung der Moore in Mecklenburg-Vorpommern" den neuen Anforderungen an die Nutzung der Moore. Es werden darin die Ziele des Umweltschutzes hinsichtlich des Moorschutzes, der Wasserwirtschaft, der Landschaftspflege, des Biotop- und Artenschutzes sowie des Klimaschutzes mit Zielen der Landwirtschaft im Zusammenhang betrachtet und bewertet. Neben den Förderprogrammen zur Pflegenutzung naturnaher Moore, zur naturschutzgerechten Grünlandnutzung und zum ökologischen Landbau bzw. der Nutzung des Moorgrünlandes nach den Regeln der guten fachlichen Praxis fördert das Land Mecklenburg-Vorpommern die Renaturierung von Mooren über das Förderprogramm „Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung von Mooren“, ab 2008 über die „Richtlinie zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung von Gewässern und Feuchtlebensräumen“.
Infos

Lewitzwiesen (Foto: LUNG MV)

Messstation für Klimagase im renaturierten Polder Zarnekow (Foto: LUNG MV)
