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Niedersachsen und das Einzugsgebiet der Elbe


Das niedersächsische Einzugsgebiet der Elbe befindet sich im Norddeutschen Tiefland. Im Südosten liegen die naturräumlichen Regionen Lüneburger Heide und Wendland, im nordwestlichen Bereich die Regionen Stader und Zeverner Geest, sowie entlang der Elbe die Region Watten und Marschen. Die Gesamtlänge der Elbe im Bundeslandes Niedersachsen beträgt 250,6 km. Ab dem Wehr Geesthacht unterliegt die Elbe dem Tideeinfluss der Nordsee.

Bedingt durch das im südöstlichen Bereich eher kontinental geprägte Klima fällt der Jahresniederschlag von ca. 850 mm/a im Nordwesten auf nur 580 mm/a im Südosten ab.
Der überwiegende Teil der Fließgewässer in den Oberläufen der Nebengewässer der Elbe ist im Geestbereich den Gewässertypen „sand- und kiesgeprägte Bäche bzw. Flüsse“ zuzuordnen. In den Unterläufen der Nebengewässer dominieren die Typen „Fließgewässer der Niederungen“ bzw. „Gewässer der Marschen“. Die wichtigsten Nebengewässer der Elbe im niedersächsischen Elbeeinzugsgebiet sind von Südost nach Nordwest Jeetzel, Ilmenau, Seeve, Este, Lühe, Schwinge, Oste und Medem.

Der Verlauf der Tidewelle


Die von der Nordsee eindringende Tidewelle kann die Elbe aufwärts bis zum Wehr Geesthacht laufen. Für die rund 140 km lange Strecke benötigt eine Flutwelle rund 4:45 Stunden. Der mittlere Tidehub beträgt bei Cuxhaven 3,00 m und am Wehr Geesthacht auf 2,30 m. Bei stürmischen Wetterlagen mit vorherrschend nordwestlichen Winden über der Nordsee kann es in der Elbe zu Sturmfluten kommen.

Schutzgebiete der Tideelbe:
Entlang der Tideelbe und auf den Elbinseln liegen naturschutzrelevante Gebiete. Neben Natur- und Landschaftsschutzgebieten gibt es über weite Strecken geschützte Lebensräume und Arten nach den Gesetzen der Europäischen Gemeinschaft. Dazu zählen das so genannte Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) „Unterelbe“ und das EU-Vogelschutzgebiet „Unterelbe“.

Hauptziel dieser Schutzgebiete ist die Erhaltung der biologischen Artenvielzahl in Europa. Dies soll durch den Aufbau eines europaweit vernetzten Schutzgebietssystems mit der Bezeichnung Natura 2000 geschehen, um natürliche und naturnahe Lebensräume sowie Bestandsgefährdete wildlebende Tiere und Pflanzen zu erhalten und zu entwickeln.

Bestandsaufnahme an der Tideelbe im Zuge der EG-WRRL


Im Rahmen der EG-WRRL erfolgt an der Tideelbe und ihren Nebengewässern eine entsprechende Bearbeitung von Monitoring-, Bewirtschaftungs- und Maßnahmenplänen zur Erreichung des guten ökologischen Zustandes für die natürlichen Gewässer bzw. des guten ökologischen Potentials für die erheblich veränderten Gewässer oder die künstlichen Gewässer.
Der Wasserkörper der Tideelbe ist als vorläufig erheblich verändert eingestuft.
Als Sonderfall sind hier die Marschgewässer zu betrachten, da es für sie keine Referenzgewässer gibt, die zur Bewertung herangezogen werden können. Um eine Bewertung durchführen zu können wurde vom Land Niedersachsen das Pilotprojekt Marschgewässer gefördert um diese Bewertungsgrundlagen für alle Marschgewässer zu ermitteln.

Infos

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Kugelbaake

Datenquellen:
Fachdaten: Daten der zuständigen Behörden in der Flussgebietsgemeinschaft Elbe im Internetportal WasserBLIcK, Stand Januar 2005