Weinbau
Die Elbe - Mutter des sächsischen Weinbaus / Die Sächsische Weinstraße
Ein bedeutender Zweig der sächsischen Landwirtschaft ist der Weinbau im Elbtal.
Das sächsische Anbaugebiet ist eines der kleinsten in Deutschland und das nordöstlichste Europas. Die 1992 gegründete 55 km lange Sächsische Weinstraße fügt
die einzigartige Landschaft des 800-jährigen Weinbaus und die kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten in ein blühendes touristisches Marketing.
Voraussetzungen für den Weinbau / Eingriff in das Ökosystem Elbe
Die geschützten Talhänge mit lockeren und warmen Felsverwitterungsböden entlang der Elbe bilden eine ideale Voraussetzung für den sächsischen Weinbau, der 1161 erstmals erwähnt wurde. Doch auch das zunehmende Kontinentalklima und eine Sonnenscheindauer von 1570 Stunden im Jahresmittel (z. T. mehr als in einigen der übrigen deutschen Anbaugebiete) begünstigen den Weinanbau.
Das Sächsische Weinanbaugebiet prägt die Flusslandschaft Elbe und stellt einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar. Mit der Bewirtschaftung der Flächen ist auch ein Eingriff in das Ökosystem der Elbe und des Grundwassers verbunden. Die Verwendung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln soll mit Blick auf die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie minimiert werden. Ein vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft herausgebrachtes Förderprogramm zur umweltgerechten Landwirtschaft im Freistaat Sachsen soll diesem Ziel gerecht werden.



