Bergbau


Braunkohleabbau erforderte Grundwassersenkung

Der Bergbau im Flusseinzugsgebiet der Elbe ist besonders mit dem Braunkohlebergbau im Lausitzer und im Mitteldeutschen Revier verbunden. Der Abbau der Kohle fand und findet seit 150 Jahren vorwiegend im Tagebau statt. Um die Braunkohleflöze zum Abbau freizulegen, ist das Abpumpen großer Mengen von Wasser nötig, die anschließend ungenutzt in den nächsten Vorfluter geleitet werden. Dadurch wird der Grundwasserspiegel großflächig abgesenkt, was wiederum Auswirkungen auf die Gewässer- und Landschaftsstruktur hat.

Rückgang der Grubenwasserförderung seit 1990

Seit 1991 ist in Deutschland der Wassereinsatz im Produktionsbereich „Gewinnung von Kohle und Torf“ um 680,2 m³ (39,9 %) zurückgegangen. Dies liegt u. a. an der Aufgabe vieler aktiver Braunkohletagebaue. So reduzierte sich die Grubenwasserförderung im Lausitzer Revier im Elbeeinzugsgebiet seit 1990 und wird bis 2030 weiter rückläufig sein.

Rekultivierung von Tagebaurestlöchern

Laut Bundesbergbaugesetz sind die vom Bergbau beanspruchten Flächen nach dem Ende des Bergbaus wieder nutzbar zu machen. Dabei müssen neben der Rekultivierung der Landschaft auch raumordnerische und landesplanerische Ziele beachtet werden, wie z. B. der Verlauf von Straßen.
Die notwendigen Sanierungsmaßnahmen umfassen neben den eigentlichen Bergbauflächen auch Industrie- und Ablagerungsflächen, die mit dem Bergbau im Zusammenhang standen.

Die Rekultivierung umfasst bei den Tagebauen, vorwiegend die Flutung der Restlöcher. Dazu wird einerseits das Grundwasser genutzt, andererseits wird auch Wasser aus Flüssen (z. B. Mulde) genutzt, um die Flutung, die meist mehrere Jahre dauert, zu beschleunigen. Gleichzeitig werden die künftigen meist für die Naherholung vorgesehenen Ufer bepflanzt sowie mit touristischer Infrastruktur ausgestattet (z. B. Straßen, Häuser, Yachthäfen).