Elbe
Elbe
Elbe bei Arneburg
Elbe bei Arneburg
Elbe in Magdeburg
Elbe in Magdeburg

A

Abflussspende

Abflussmenge aus einem Einzugsgebiet bezogen auf die Fläche in l/s je ha

Abiotisch

unbelebt bzw. nicht durch Leben oder biologische Systeme bedingt

Abrasion

Abtragung der Küste durch die Meeresbrandung

Abundanz

Individuendichte von Organismen pro Flächen- oder Volumeneinheit bezogen auf ihr Siedlungsgebiet (z. B. Anzahl pro m²)

Altlasten

unter Altlasten werden gem. Bundesbodenschutzgesetz Altablagerungen (von Abfall) und Altstandorte (von ehemaligen Gewerbe- und Industriestandorten) verstanden

Andere Schadstoffe

Schadstoffe zur Beurteilung des chemischen Zustands, z. B. bestimmte Pflanzenschutzmittel, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Chlorbenzole

Angiospermen

Bedecktsamige Pflanzen (Blütenpflanzen)

Anthropogen

vom Menschen bewirkt

Antifouling-Anstrich

gifthaltiger Farbanstrich von Schiffsböden, der einen fahrthemmenden Bewuchs verhindern soll

Aquatische Organismen

Wasserorganismen

Atmosphärische Organsimen

Ablagerungen aus Luftbewegung und Niederschlag

AWB

"Künstlicher Wasserkörper" (Artifical Water Body) d. h. von Menschenhand geschaffener Oberflächenwasserkörper

B

Barriereschicht

Absperrung von nahezu undurchlässigen geologischen Schichten

Baseline-Szenario

Prognose, ob und wie sich die klimatischen Rahmenbedingungen und die unmittelbar auf den Gewässerzustand wirkenden laufenden und geplanten Maßnahmen und Tätigkeiten des Menschen – bis zum Jahre 2015 auf die Qualitätskomponenten auswirken

Begleitart

Organismen, die für bestimmte Lebensräume charakteristisch sind, jedoch seltener als die Leitart auftreten

Belastung

Einwirkung, gezielt oder ungezielt, auf ein Gewässer, die das Gewässer in biologischer, chemischer, physikalischer, hydromorphologischer und mengenmäßiger Hinsicht nachteilig verändert

Benthisch

auf dem Gewässerboden lebend

Berichtsgewässernetz

Gewässernetz, das Fließgewässer mit Einzugsgebieten größer/gleich 10 km² und Seen mit einer Wasserfläche größer/gleich 0,5 km² enthält

Bestandsaufnahmen

Für jede Flussgebietseinheit erstmalig zum 22.12.2004 erstellte erste Analyse der Merkmale der Flussgebietseinheit, Überprüfung der Umweltauswirkungen menschlicher Tätigkeiten und wirtschaftlichen Analyse der Wassernutzung (Bericht von 2005).

Bewertungsverfahren

Biologische, chemische, hydromorphologische und wassermengenbezogene Verfahren zur Bewertung des Zustands der Wasserkörper. Bewertungsverfahren umfassen die Probenahme, die Berechnung und Auswertung von Messgrößen sowie die Einstufung in eine Zustandsklasse.

Bewirtschaftungsplan

Für jede Flussgebietseinheit erstmalig zum 22.12.2009 aufzustellender Plan zur wasserwirtschaftlichen Bewirtschaftung der Gewässer, der die in Anhang VII WRRL genannten Informationen enthält.

Bewirtschaftungsziel

Siehe Begriff Umweltziel

Biotisch

bedingt oder beeinflusst von Lebewesen

Biotop

Lebensraum einer Biozönose, verschiedene Habitate umfassend

Biozid-Eintrag

Eintrag von Giftstoffen

Biozönose

Lebensgemeinschaft der in einem bestimmten Gewässertyp lebenden Pflanzen und Tiere (inkl. der Mikroorganismen), die voneinander abhängig sind und mit der unbelebten Umwelt in Wechselbeziehungen stehen

BSB5

Biochemischer Sauerstoffbedarf, den im Abwasser vorhandene Bakterien innerhalb von 5 Tagen verbrauchen

BTEX

Abkürzung für die aromatischen Kohlenwasserstoffe Benzol, Toluol, Ethylbenzol und die Xylole

C

Characeen

Armleuchteralgen

Chlorophyll

grüner Pflanzenfarbstoff; der von zentraler Bedeutung für die Photosynthese der Pflanzen ist, die durch die Energie des Sonnenlichts eine Umwandlung von Kohlendioxid aus der Luft in organische Substanz bewirkt

CIS-Prozess / Leitlinien

Common Implementation Strategy: Gemeinsame Strategie von EU-Kommission und Mitgliedstaaten zur Umsetzung der WRRL

Cross Compliance

Ab dem Jahr 2005 ist für alle Landwirte, die Direktzahlungen erhalten, die Einhaltung anderweitiger Verpflichtungen (Cross Compliance) obligatorisch (Verordnung Nr. 1782/2003 des Rates und Verordnung Nr. 796/2004 der Kommission). Es wurden 19 Rechtsakte erlassen, die direkt auf Betriebsebene anwendbar sind und die Bereiche Umwelt, Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanzen sowie Tierschutz betreffen. Die Empfänger der Direktzahlungen sind darüber hinaus verpflichtet, die Flächen in einem guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand zu erhalten (Quelle: http://ec.europa.eu).

Cryptophyceen

Kleine Flagellaten (Mikroalgen)

CSB

Menge des Sauerstoffes, der unter definierten Bedingungen mit oxidierbaren Wasserinhaltsstoffen reagiert; Größe zur Angabe des Gehaltes an chemisch oxidierbaren Stoffen im Wasser

Cyanobakterien

blaugrüne Algen

Cypriniden

Ordnung der karpfenartigen Fische, z. b. Barbe, Blei, Rotfeder, Karpfen, Karausche

D

DAV

Digitales Anlagenverzeichnis von Anlagen an und im Gewässer

Deckschicht

oberste Schicht des Bodens, die sich über einem Grundwasserleiter befindet

Degradation

Beeinträchtigung bzw. Schädigung eines Gewässerlebensraums

Dekantieren

Flüssigkeit von einem Bodensatz abgießen

Denitrifikation

Mikrobielle Reduktion von Nitrat und Nitrit zu elementarem Stickstoff (N2)

Detektion

Erkundung

Detritus

Gesamtheit des toten organischen Materials

Diatomeen

schwebende oder am Boden siedelnde Kieselalgen, Teilmodul der Qualitätskomponente "Gewässerflora"

Diffuse Quellen

flächenhaft ausgedehnte Eintragspfade von Stoffen über die Sohle und die Böschungen der Gewässer sowie über atmosphärische Deposition

Dinoflagellaten

Panzergeißelalgen oder Zweigeißelalgen

Direkteinleiter

punktförmige gezielte Einleitungen direkt in ein Gewässer

Diuron

ein für selektive und totale Unkrautbekämpfung geeignetes Herbizid (Harnstoffderivat); der Einsatz ist nur auf Kulturland (landwirtschaftliche oder gärtnerische Nutzung) erlaubt und nicht erlaubt zur Entkrautung von Plätzen, Wegen, Gräben usw.

Dredge

Netz mit schwerem Metallrahmen zum Aufnehmen von Tieren auf dem Meeresboden

Durchgängigkeit

bezeichnet in einem Fließgewässer die auf- und abwärts gerichtete Wanderungsmöglichkeit, im Besonderen für die Fischfauna, aber auch für das Makrozoobenthos. Querbauwerke (z. B. Stauwehre) bzw. lange Verrohrungen können die zur Vernetzung ökologischer Lebensräume notwendige Durchgängigkeit unterbrechen.

E

Einzugsgebiet

Gebiet, aus dem einem Oberflächengewässer oder Grundwasserkörper das Wasser zufließt, begrenzt durch Wasserscheiden. Die Grenzen der Einzugsgebiete von Oberflächengewässern und Grundwasserkörpern stimmen aufgrund geologischer Verhältnisse häufig aber nicht immer überein.

Emission

Austrag fester, flüssiger oder gasförmiger Stoffe in die Umwelt

Emissionsbegrenzung

Festlegung von Grenzwerten für Direkteinleitungen von Abwasser auf der Grundlage der besten verfügbaren Technologien oder einschlägiger Grenzwerte

Epiphyten

Mikroalgen, die sich auf Unterwasserpflanzen anheften und diese als Besiedlungsunterlage nutzen

Ergänzende Maßnahmen

zusätzlich zu den grundlegenden Maßnahmen geplante Maßnahmen zur Erreichung der Umweltziele

Euhalin

jahresbezogener durchschnittlicher Salzgehalt von 30- 40 ‰

Eulitoral

Gezeitenbereich des Meeres, regelmäßig trockenfallend (z. B. Wattenmeer)

Eutroph

nährstoffreich, mit starkem Wachstum an Algen und höheren Wasserpflanzen

Eutrophierung

Anreicherung von Nährstoffen in einem Oberflächengewässer, die ein übermäßig starkes Wachstum von Algen und höheren Pflanzen bewirken

F

Fauna

Tierwelt, Gesamtheit der in einem bestimmten Gebiet vorkommenden Tierarten

Flora

Pflanzenwelt, Gesamtheit der in einem bestimmten Gebiet vorkommenden Pflanzenarten

Flurometer

Messgerät zur Messung der Fluoreszenz

Flussgebietseinheit

Haupteinheit für die Bewirtschaftung von Einzugsgebieten; festgelegtes Land- oder Meeresgebiet, das aus einem oder mehreren benachbarten Einzugsgebieten und den ihnen zugeordneten Grundwässern und Küstengewässern besteht

G

Geest

Beim Abschmelzen eiszeitlicher Gletscher entstandene, überwiegend sandig-hügelige Landflächen in Norddeutschland

Gemeindliches Gebiet

Definition eines Gebietes, in welchem die Besiedlung und die wirtschaftlichen Aktivitäten ausreichend konzentriert (2.000 EW) für eine Sammlung von kommunalem Abwasser und eine Weiterleitung zu einer kommunalen Abwasserbehandlungsanlage sind; es umfasst den abwassertechnisch zusammenhängenden bzw. fassbaren Siedlungsbereich und nicht die politische Gemeinde.

Genese

Entwicklung

Geohydrologisch

auf die Grundwasserströmung und -menge bezogen

Gewässerbiozönose

[gr. bios = Leben; koinos = gemeinsam] Lebensgemeinschaft der in einem bestimmten Gewässertyp lebenden Pflanzen und Tiere (inkl. der Mikroorganismen), die voneinander abhängig sind und mit der unbelebten Umwelt in Wechselbeziehungen stehen

Gewässergüte

nach vorgegebenen biologisch-chemischen Kriterien bewertete Qualität eines Gewässers

Gewässerstruktur

Formenvielfalt des Gewässerbettes und seines Umfeldes, soweit sie hydromorphologisch und biologisch wirksam und für die ökologischen Funktionen des Gewässers und der Gewässerniederung von Bedeutung sind. Dazu zählt zum Beispiel der Verlauf des Gewässers (mäandrierend, gestreckt), das Sohlsubstrat (Kies, Sand), die Uferbeschaffenheit etc. Strukturvielfalt bedeutet auch Artenvielfalt, da unterschiedliche Lebensraumansprüche von Gewässerorganismen erfüllt werden können.

Gewässertyp

Oberflächengewässer (-abschnitte) von vergleichbarer Größe, Höhenlage, Morphologie und Physiko-Chemie in derselben Region, zeichnen sich durch ähnliche aquatische Lebensgemeinschaften aus. Der Gewässertyp ist die idealisierte Gruppierung individueller Fließgewässer-, Seen- oder Küstengewässer-Wasserkörper nach jeweils definierten gemeinsamen, zum Beispiel morphologischen, physikalischen, chemischen, hydrologischen oder biozönotischen Merkmalen.

GIS-Migration

Anpassung GIS bezogener Daten, Software und Hardware an neue Industrie-Standards zur Sicherstellung der zukünftigen Nutzbarkeit von GIS-Daten

Glazial

Eiszeitlich

Grundlegende Maßnahmen

Maßnahmen zur Erfüllung gemeinschaftlicher Wasserschutzvorschriften durch Überführung entsprechender EU-Vorschriften in nationales und Landesrecht; der Vollzug dieser Vorschriften gilt als zu erfüllende Mindestanforderung für die Umsetzung der WRRL.

Grundwasserdargebot

nutzbare Grundwassermenge

Grundwasserkörper

ein abgegrenztes Grundwasservolumen innerhalb eines oder mehrerer Grundwasserleiter

Guter Zustand

Normative Begriffsbestimmung zur Einstufung des grundsätzlich zu erreichenden ökologischen und chemischen Zustands (Oberflächengewässer) bzw. chemischen und mengenmäßigen Zustands (Grundwasser) über Qualitätskomponenten. Der Zustand wird über Bewertungsmethoden bestimmt.

 

H

Habitat

Lebensraum einer Tier- oder Pflanzenart

Hamenfischerei

Befischungsmethode in großen Gewässern, bei der Netzsäcke längsseits an Schiffen befestigt werden.

Hauptgrundwasserleiter

der für eine bestimmte Nutzung oder Betrachtungsweise wichtigste Grundwasserleiter

HELCOM

Helsinki-Kommission für den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets zur Umsetzung des gemeinsamen Ostsee Umweltaktionsprogramms

HMWB

durch physikalische Veränderungen des Menschen in seinem Wesen erheblich veränderter Oberflächenwasserkörper (Heavily Modified Water Body)

Holozän

Obere Epoche des Erdzeitalters Quartär, Beginn vor etwa 100 000 Jahren.

Hydromorphologie

Gestalt/Form des Gewässerbettes eines Oberflächengewässers, die sich unter dem Einfluss der Wasserführung, der Fließgeschwindigkeit, der Strömung oder menschlicher Eingriffe ausbildet.

Hydromorphologisch

die Strukturen eines Gewässers betreffend

Hydrophyten

Wasserpflanzen

Hydrostratigrafie

Schichtung von Wasser(-körpern)

I

Immission

Das Einwirken von chemischen, physikalischen und biologischen Belastungen auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Luft, Wasser und andere Umweltbereiche, hier: insbesondere bezogen auf die Gewässer

Immissionsmessungen

Messungen im Gewässer

In situ

An Ort und Stelle (in der Natur)

Indikative Parameter

Anthropogene Belastung anzeigende Parameter

Indirekteinleiter

gewerbliche oder industrielle Abwassereinleitungen in die öffentliche Abwasserkanalisation

Industrielle Schadstoffe

Schadstoffe, die im Zusammenhang mit industriellen oder gewerblichen Aktivitäten stehen und die Gewässerbeschaffenheit belasten, z. B. bestimmte Lösemittel und schwerflüchtige aromatische Verbindungen

Interkalibrierung

Nach WRRL vorgesehener Abgleich der Bewertungssysteme der Mitgliedstaaten mit dem Ziel, eine vergleichbare Bewertung des ökologischen Zustandes der Oberflächenwasserkörper zu erreichen.

Intrusion

Eindringen von Salzwasser aufgrund nutzungsbedingter Druckänderungen im Grundwassersystem

J

Jungmoräne

von Gletschern der letzten Eiszeit verfrachtetes Schuttmaterial

K

Karbonatisch

kalkreich

Kategorie

die WRRL unterscheidet in die Gewässerkategorien Fließgewässer, Standgewässer, Küsten- und Übergangsgewässer und das Grundwasser

Koordinierungsraum

nach hydrologischen Kritieren abgegrenzter Teil einer großen Flussgebietseinheit mit ähnlichen landschaftsräumlichen Bedingungen, in dem bestimmte Umsetzungsschritte der WRRL koordiniert werden (engl. sub-unit)

Kosteneffizienz

Vergleich der erreichbaren Wirkung durch Maßnahmen oder Maßnahmenkombinationen mit den zu erwartenden Kosten für diese Maßnahmen; je besser oder bedeutender die Wirkung und je niedriger die hierfür erwarteten Kosten sind, desto kosteneffizienter ist die Maßnahme

L

Laserscan-Befliegung

Verfahren zur Erstellung von Höhenmodellen unter Einsatz von Flugverkehrsmitteln und darin befindlicher Laserabtaster zur Messung von Höhen

LAWA

Länderarbeitsgemeinschaft Wasser

Leitart

Organismen, die charakteristisch für einen bestimmten Lebensraum sind und in hoher Häufigkeit vorkommen, z.B. die Bachforelle in der oberen Forellenregion

Leitbild

das aus fachlicher Sicht mögliche (biologische) Entwicklungsziel eines Gewässers

Limnisch

süßwasserbezogen

Lirotral

Seen: durchlichteter Tiefenbereich eines mit Algen und höheren Pflanzen bewachsenen Ufers
Küstengewässer: Randzone des Meeres von der oberen Spritzwasserzone bis zum Abfall des Kontinentalsockels

M

Makrophyten

höhere Wasser- und Röhrichtpflanzen

Makrozoobenthos

die mit dem Auge erkennbare (im Allgemeinen mindestens 1 mm große) wirbellose Tierwelt des Gewässerbodens

Marin

meeresbezogen

Marsch

unter Tideeinfluss entstandene, nährstoffreiche Böden küsten- und flussmündungsnaher Bereiche, die durch Eindeichung und Entwässerung landwirtschaftlich genutzt werden können

Maßnahme

geplantes Vorhaben zur Minderung/Beseitigung von Belastungen oder Defiziten gegenüber der Umweltziele; dazu gehören im weiteren Sinne z. B. auch Rechtsinstrumente, administrative Instrumente oder wirtschaftliche Instrumente

Maßnahmenkatalog

bundesweit vereinheitlichte Liste möglicher ergänzender Maßnahmen zur Aufstellung der Maßnahmenprogramme und zur Berichterstattung an die EU-Kommission

Maßnahmenkombination

Kombination von verschiedenen Maßnahmenarten zur Beseitigung eines oder mehrere Defizite in einem Wasserkörper

Maßnahmenprogramm

das Maßnahmenprogramm enthält für zur Erreichung der Umweltziele der WRRL erforderlichen Maßnahmenplanungen auf Ebene der Flussgebietseinheiten oder der deutschen Anteile von Flussgebietseinheiten

Mesotidaler Tidenhub

Tidenhub von 2 bis 4 m

Mesotroph

Übergang vom oligotrophen zum eutrophen Zustand

Metadaten

„Daten über die Daten“; strukturierte Daten, mit deren Hilfe eine Informationsressource beschrieben und dadurch besser auffindbar gemacht wird

Metrics

Biozönotische Kenngrößen, die zur Bewertung von Lebensgemeinschaften herangezogen (berechnet) werden

Miozän

Epoche des Erdzeitalters Tertiär, Beginn vor etwa 23 Mio. Jahren

Monitoring

Untersuchungs- / Überwachungsprogramm

Morphologisch

die Form der Erdoberfläche betreffend

N

Natura 2000

Als Natura 2000 wird ein länderübergreifendes Schutzgebietssystem innerhalb der Europäischen Union bezeichnet. Es umfasst die Schutzgebiete nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) von 1992 und die Schutzgebiete gemäß der Vogelschutzrichtlinie von 1979. Natura 2000-Gebiete sind demnach Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung bzw. besondere Schutzgebiete der Europäischen Union, die die Mitgliedstaaten der Europäischen Union ausgewiesen haben

No-Regret-Maßnahme

Maßnahmen „die man nicht bereuen wird“; d.h. Maßnahmen, die vorsorglich ergriffen werden, um negative Folgen zu vermeiden, auch wenn sie noch nicht in einem Maßnahmenprogramm enthalten sind.

NWB

natürliche Oberflächenwasserkörper (Natural Water Body)

O

Oberflächenwasserkörper

ein einheitlicher und bedeutender Abschnitt eines Oberflächengewässers (Fließgewässer, See, Küstengewässer, Übergangsgewässer)

Oligohalin

Salzgehalt < 18 ‰

Oligotroph

nährstoffarm, mit geringem Algenwachstum, großer Sichttiefe und sauerstoffreich

OSPAR

Oslo-Paris-Konvention zum Schutz der Nordsee und des Nordostatlantiks

Ö

Ökologischer Zustand

umweltbiologischer Zustand eines natürlichen Oberflächenwasserkörpers

Die Bewertung erfolgt mit den Bewertungsmethoden für biologische Qualitätskomponenten sowie unterstützend durch hydromorphologische und physikalisch-chemische Qualitätskomponenten (sehr guter und guter Zustand) in den Klassen sehr gut, gut, mäßig, unbefriedigend, schlecht.

Ökologisches Potenzial

umweltbiologische Leistungsfähigkeit eines erheblich veränderten oder künstlichen Oberflächenwasserkörpers

Das gute ökologische Potential (GÖP) bezeichnet den ökologischen Zustand, der erreichbar ist, wenn alle Maßnahmen durchgeführt wurden, die ohne signifikant negative Einschränkungen der am Gewässer bestehenden und die künstlichen bzw. erheblich veränderten Eigenschaften verursachenden Nutzungen durchführbar sind. Das GÖP entspricht nicht dem guten Zustand des entsprechenden natürlichen Gewässers, es kann diesem aber sehr nahe liegen. Die Bewertung erfolgt in den Klassen gut und besser, mäßig, unbefriedigend, schlecht.

P

Pelagial

Freiwasserraum eines Gewässers

Pestizide

siehe Pflanzenschutzmittel

Petrografie

Gesteinskunde

Pflanzenschutzmittel (PSM)

Sammelbegriff für biologische und chemische Mittel zur Vernichtung pflanzlicher und tierischer Pflanzenschädlinge, zur Bekämpfung oder Abschreckung von tierischen und pflanzlichen Schaderregern sowie zur Unkrautbekämpfung

Phytalfauna

auf Unterwasserpflanzen lebende wirbellose Tiere

Phytobenthos

pflanzliche Organismen des Gewässerbodens, hauptsächlich Algen

Phytoplankton

pflanzliche Organismen, die frei im Wasser schweben und im Wesentlichen ihre Ortsveränderung durch Wasserbewegungen erfahren

Planungseinheit

Gebietskulisse für die Maßnahmenplanung; größere, aus Oberflächenwasserkörpern bestehende, nach hydrologischen Gesichtspunkten abgegrenzte Teile einer Flussgebietseinheit; abgegrenzt auch an nationalen und Koordinierungsraumgrenzen

Polyhalin

jahresbezogener durchschnittlicher Salzgehalt; 18 bis < 30 ‰

Polymiktisch

Eigenschaft eines Gewässer, das häufigen (mehr als zwei) Zirkulationen pro Jahr unterliegt

Postglazial

nacheiszeitlich

Priorisierung

Bevorzugung von bestimmten Gewässern oder Wasserkörpern bei der Bewirtschaftungs- und Maßnahmenplanung unter den Aspekten Effizienz, technische Machbarkeit, Zumutbarkeit und Finanzierbarkeit oder von Vorranggewässern mit besonderer Bedeutung für die Gewässerentwicklung.

Prioritäre Stoffe

Schadstoffe oder Schadstoffgruppen, die ein erhebliches Risiko für die aquatische Umwelt oder durch die aquatische Umwelt (z. B. durch Trinkwasserentnahme) darstellen. Für die prioritären Stoffe werden EU-weit Qualitätsnormen und Emissionskontrollen festgelegt (Art. 16, Anh. IX, X WRRL), anhand derer der chemische Zustand der Wasserkörper beurteilt wird.

PSU

Practical salinity unit ( entspricht o/oo Salzgehalt)

Q

Qualitätskomponenten

biologische, hydromorphologische, chemische und physikalisch-chemische Komponenten, die einen bestimmten Aspekt der ökologischen Beschaffenheit eines Oberflächengewässers beschreiben bzw. unterstützend herangezogen werden; sie definieren den ökologischen Zustand

Quartär

Jüngstes geologisches Erdzeitalter, Beginn vor etwa 1,5 Mio. Jahren

Quartäre Ablagerungen

Ablagerungen des jüngsten geologischen Zeitalters vor etwa 1,5 Mio. Jahren

R

Reduziertes Gewässernetz

siehe Berichtsgewässernetz

Referenzbiozönose

Lebensgemeinschaften in unbelasteten Gewässern, welche sich je nach Gewässertyp unterscheiden

Referenzzustand

der sehr gute Zustand eines Oberflächenwasserkörpers, der nur sehr geringfügige anthropogene Änderungen der Werte für die Qualitätskomponenten aufweist, die bei Abwesenheit störender anthropogener Einflüsse bestehen würden; Bezugszustand für die biologische Bewertung

Regionalisierungsansatz

Die räumliche Übertragung von Werten einer Messstelle auf beliebige Punkte im Raum mit Hilfe von deterministischen Modellen oder statistischer Verfahren.

Reporting-Sheets

Formulare mit inhaltlichen Vorgaben für die Berichterstattung an die Europäische Kommission zur Umsetzung der WRRL über das elektronische Informationssystem WISE („Water Information System Europe“)

Rhithral

Sommerkalte, steinig-kiesige Zone im Oberlauf eines Fließgewässers

S

Sabellaria-Riff

große, riffartige Klumpen der „Sandkorallen“, eines vielborstigen Wurmes, der kolonieweise in Röhren aus Sandkörnern lebt

Salmoniden

Ordnung der lachsartigen Fische, z. B. Lachse, Forellen, Äschen, Renken

Saprobie

Die Saprobie ist eine durch Indikatororganismen erzielte Aussage über die biologische Gewässergüte. Sie zeigt die Belastung der Fließgewässer mit organischen, biologisch abbaubaren Stoffen an.

Saprobiegüte

Bewertungssystem für die Intensität des biologischen Abbaus im Gewässer nach dem LAWA-Verfahren

Schluff

Sehr feinkörniges Sediment (Korngröße < 0,06 mm)

Screening-Monitoring

grobe Rasteruntersuchung

Sediment

verwittertes Gestein und organische Bestandteile, die von Wasser oder Wind transportiert wurden und sich bei Nachlassen der Transportkraft wieder abgelagert haben

Signifikant

bedeutsam im Sinne der WRRL

Silikate

gesteinsbildende Minerale, chemische Verbindungen von Siliziumdioxid

Spezifische Schadstoffe

Schadstoffe zur Beurteilung des ökologischen Zustands von Oberflächengewässern, z. B. Chlorbenzole, Nitroaromaten, Phenole, Polychlorierte Biphenyle, Pflanzenschutzmittel, Tetrabutylzinn, Chrom, Kupfer, Zink, Nitrat

Stressoren

Anthropogene Belastungsfaktoren

Strukturklasse

Grad der Veränderung der Gewässerstruktur nach sieben Strukturklassen nach dem LAWA – Verfahren

Sublitoral

Unterer Bereich des Ufers (Seen) bzw. im Meer der dauernd wasserbedeckte Lebensraum der flachen Gewässer (z. B. Priel)

Submers

untergetaucht

Substrat

Material oder Untergrund von Gewässern, auf dem Organismen siedeln können, zum Beispiel Sand, Steine, Pflanzen, Totholz; es wird oft zwischen Hart- und Weichsubstrat unterschieden.

T

Taxa / Taxon

Zuordnung eines tierischen oder pflanzlichen Lebewesens zu einer bestimmten Kategorie oder Gruppe

Taxaliste

Auflistung von Lebewesen innerhalb eines biologischen Systems

Taxonomisch

Zuordnung eines Lebewesens in eine systematische Kategorie oder Gruppe

Tektonisch

durch Bewegung der Erdkruste hervorgerufen

Tertiär

Erdzeitalter vor 65 bis 1,6 Mio. Jahren

Tide

Gezeiten; periodische, durch Gravitation des Mondes und der Sonne verursachten Wasserstandsschwankungen der Weltmeere

Tidenhub

Höhenunterschied zwischen dem Tidehoch- und dem Tideniedrigwasser

Topographisch

die Erdoberfläche beschreibend

Transekt

Beprobung eines Gewässers an mehreren Messpunkten entlang einer geraden Linie

Trophie

Intensität der Pflanzenproduktion (Primärproduktion), abhängig von der Nährstoffversorgung und Lichtverhältnissen

Trophiestufe

Grad einer bestimmten Intensität der Pflanzenproduktion

Ü

Übergangsgewässer

Oberflächenwasserkörper, in der Nähe von Flussmündungen, die aufgrund ihrer Nähe zu Küstengewässern einen gewissen Salzgehalt aufweisen, aber im Wesentlichen von Süßwasserströmungen beeinflusst werden

U

Ubiquitär

überall vorkommend

Umweltqualitätsnorm

Konzentration eines bestimmten Schadstoffs oder einer Schadstoffgruppe, die in Wasser, Sedimenten oder Biota aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes nicht überschritten werden darf

Umweltziel

in Wasserkörpern zu erreichende ökologische, chemische, bei Grundwasserkörpern chemische und mengenmäßige Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (Art. 4 WRRL), entspricht den Bewirtschaftungsziel nach §25a WHG

Urbanisierungsfläche

Fläche mit städtischer Bebauung

V

Validierung

Überprüfung der Gültigkeit eines Verfahrens oder eines wissenschaftlichen Ergebnisses

Verschlechterungsverbot

Die Mitgliedstaaten sind nach Art. 4 Abs. 1 WRRL verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine Verschlechterung des Zustands aller Wasserkörper im Vergleich zum Ausgangszustand für den Bewirtschaftungsplans zu verhindern. Eine vorübergehende Verschlechterung ist unter bestimmten Bedingungen zulässig (Art. 4 Abs. 6).

W

WAFIS

Wasserwirtschaftliches Fach-Informations-System

Wanderfisch

Fische, die im Laufe ihres Lebens verschiedene Gewässer oder Gewässerregionen als Lebensraum nutzen und beim Wechsel zwischen den Lebensräumen größere Strecken zurücklegen

Wasserkörper

kleinste nach WRRL zu bewirtschaftende Einheit;

Nachweisraum für die Umweltziele der WRRL. Es werden Oberflächenwasserkörper (natürliche, künstliche und erheblich veränderte Wasserkörper) und Grundwasserkörper unterschieden.

Wasserkörpergruppe

Gruppe von Wasserkörpern, die wegen ähnlicher Beschaffenheit und Belastung für bestimmte Bearbeitungsschritte der WRRL zusammengefasst werden

Wasserschutzgebiet

abgegrenzter Teil eines Grundwasserkörpers, der im Interesse der derzeit bestehenden oder künftigen Trinkwasserversorgung durch Verordnung vor nachteiligen Einwirkungen geschützt wird

Wirtschaftliche Analyse

Die wirtschaftliche Analyse ist integraler Bestandteil der WRRL. Sie umfasst die wirtschaftliche Beurteilung der Wassernutzungen, der potenziellen Maßnahmen zur Erreichung eines guten ökologischen Gewässerzustands sowie die Analyse der Deckung der Kosten von Wasserdienstleistungen.

X

Xylal

Totholz-Teillebensraum in Fließgewässern

Z

Zönosen

Gesamtheit der Lebewesen eines Biotops

Zoobenthos

Tiere, die auf der Gewässersohle leben

Zusätzliche Maßnahmen

geht aus Überwachungsdaten hervor, dass die im Bewirtschaftungs-plan festgelegten Ziele nicht erreicht werden können, sind die zum Erreichen der Ziele erforderlichen Zusatzmaßnahmen festzulegen und umzusetzen.

Zustandsklasse

die Qualität eines Wasserkörpers wird durch die Zustandsklasse (Qualitätsklasse) ausgedrückt. Der ökologische Zustand von Oberflächengewässern wird über biologische Qualitätskomponenten bewertet. Er kann in fünf Klassen beschrieben werden (sehr gut, gut, mäßig, unbefriedigend, schlecht). Chemischer und mengenmäßiger Zustand (nur Grundwasser) wird in nur zwei Zustandsklassen ausgedrückt (gut oder nicht gut). Die Gesamt-Zustandsklasse eines Wasserkörpers ermittelt sich aus der schlechtesten Klasse des ökologischen und chemischen Zustands (Oberflächengewässer) bzw. chemischen und mengenmäßigen Zustands (Grundwasser).