Die Hochwasservorhersage an der deutschen Binnenelbe erfolgt seit dem 01.07.2013 gemäß der „Verwaltungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Ländern Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein zur Wasserstands-/Hochwasservorhersage für die Bundesstraßen Elbe, Saale und Untere Havel-Wasserstraße (Havelberg-Stadt)“. Gemäß dieser Verwaltungsvereinbarung wird die Vorhersage im Hochwasserfall durch die Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) beim Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Landeshochwasserzentrum (LHWZ) des Freistaates Sachsen unter Verwendung eines von der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) erstellten Wasserstandsvorhersagemodells (WAVOS) durchgeführt.

In Konsequenz des Extremhochwassers 2013 ergab sich ein großer Optimierungs-, Erweiterungs- und Pflegebedarf für das Wasserstandsvorhersagemodell. Da dies weit über die Erfordernisse des Bundes (im Interesse der Schifffahrt) hinausging, wurde es zur Gemeinschaftsaufgabe der Flussgebietsgemeinschaft (FGG) Elbe. Aus diesem Grund finanzierte die FGG Elbe in den Jahren 2015 bis 2018 das Projekt „WAVOS Teil 1 - Verbesserung der Hochwasservorhersage Elbe“ und hat für „WAVOS Teil 2 –Support und Modellpflege für den Hochwasserfall“ im Jahr 2017 zwei Mitarbeiter eingestellt.